Witterung, Schneeschimmel und Regeneration – ein Update zu unseren Grüns
Liebe Mitglieder und Gäste,
unsere Golfanlage liegt in einem Trinkwasserschutzgebiet. Daher müssen wir konsequent auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. Diese erschwerte Form der Bewirtschaftung kann insbesondere nach dem Winter dazu führen, dass pilzliche Erkrankungen nicht unterdrückt, sondern ausschließlich über natürliche Regeneration bewältigt werden.
Ausbruch vor dem Schneefall
In diesem Jahr hat sich der Schneeschimmel (Microdochium nivale) witterungsbedingt außergewöhnlich stark entwickelt und unsere Grüns deutlich geschädigt. Diese Krankheit tritt vor allem bei feuchten Bedingungen und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf und schwächt die Grasnarbe nachhaltig. Wir gehen davon aus, dass der Schneefall auf einen noch zu warmen Boden gefallen ist und dadurch eine Art Trennschicht entstanden ist, die einen regelrechten Treibhauseffekt zwischen Schneeschicht und Grünoberfläche begünstigt hat.
Die dunklere Färbung der Grüns ist übrigens auf die Zugabe von Eisen zurückzuführen, mit der wir die Bodenverhältnisse gezielt zu Ungunsten des Pilzes verändert haben.
Der Weg zurück zu gesunden Grüns
Für die Regeneration sind nun stabile, wärmere Witterungsbedingungen erforderlich – insbesondere dauerhaft nächtliche Temperaturen oberhalb von 5 °C. Erst dann setzt ein aktives Wachstum ein, durch das sich die geschädigten Flächen wieder schließen können. Um diesen Prozess zu unterstützen, werden wir die Grüns voraussichtlich zeitweise abdecken, um Bodentemperatur und Mikroklima zu verbessern.
Wir sind zuversichtlich, dass sich die Grüns mit zunehmender Wärme kontinuierlich erholen werden, und bedanken uns für euer Verständnis während dieser notwendigen Regenerationsphase.
Ben Remy
Technischer Leiter




